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13.08.20 
 

Wandern 2006: Karnischer Höhenweg - LIVE

Auch in diesem Jahr brach die Wandergruppe der FF-Hausen zur mittlerweile traditionellen Bergtour Anfang September auf. Manfred Barthel, Markus Michalik, Andreas Schön und Arndt Zimmermann starteten am 01. September nach dem Freitagabend-Dienst in Richtung Österreich.

Die 4 haben sich diesmal eine vordefinierte Wandertour ausgesucht. Eine Woche lang marschieren sie durch die Karnischen Alpen - immer von Alm zu Alm, wo sie dann nach einem zünftigen Abendbrot übernachten. Tagsüber ist immer ein vollen Programm zu bewältigen - Abstiege mit Höhendifferenzen von bis zu 420m, insgesamt gehts von 2447m auf 1750m runter.

Wander-Start war am Samstag, da gings mit dem Auto auf die erste Hütte. Von da an sind pro Tag bis zu 8,5 Stunden wandern angesagt. Was die 4 dabei so erleben und wo sie sich zur Zeit rumtreiben - das lesen Sie hier! Wir werden täglich kurze Berichte der Truppe veröffentlichen und am Ende gibts von einem Gruppenmitlied einen Abschlussbericht.


Samstag, 02.09.2006: Sillian - Sillianer Hütte
Gehzeit 1,5 Stunden, Länge ca. 5 km

Bevor es losging legte die Wander-Truppe noch einen Stop im Feuerwehrhaus von Sillian ein. Ein Hauptmann führte sie duch die Räume, zeigte ihnen die Autos und lud schlussendlich zu Kaffee und Kuchen ein. Gestärkt legten sie dann los.
Per Taxi gings auf die Leckfeldalm, an der Stelle beginnt er - der Karnische Höhenweg. Am ersten Tag ließen es die 4 Wanderer etwas lockerer angehen, der Weg war nicht allzu beschwerlich, eher leicht zu laufen. Genau das richtige zum warm werden - es wird schon noch anstrengender werden, da sind alle zuversichtlich.

Kommentar: Arndt: "Der Weg war leicht, das Essen richtig, richtig gut! Aber um 10 war der Tag zu Ende, wir hatten nach der Autofahrt gestern viel Schlaf nachzuholen..."


Sonntag, 03.09.2006: Sillian - Obstans
Gehzeit 1. Etappe ca 4 - 5 Stunden, Länge ca. 11 km

Um 6 Uhr klingelte der Wecker (Sonntags, iih...). Frühstück, fertig machen, um 8 gings los in Richtung Obstanser-See-Hütte. Der Weg dahin verlief größten teils über einen Kamm, der mehrere Gipfel beinhaltete: Hornischegg und Eisenreich. Ein Außerplanmäßiger musste trotzdem noch angesteuert werden - die Hollbrucker Spitze. Man will ja schließlich was von der Tour haben! Interessant ist, dass dieser Abschnitt größtenteils auf italienischem Staatsgebiet verläuft!

Kommentar: Arndt: "Es war schon ein bisschen Kletterei dabei, vor allem zur Hollbrucker Spitze. Wetter ist schön, Temperatur angenehm, leider zieht sichs grad etwas zu. Morgen gehts zur Pfannspitze - das wird steil, aber hardcore-geil!"


Montag, 04.09.2006: Obstans - Filmoor
Gehzeit 2. Etappe ca 3 Stunden, Länge ca. 8 km

Am Morgen besichtigten unsere 4 Kameraden eine Eishöhle unterhalb der Obstanser-See-Hütte. Dann gings ab zur Gratwanderung über die Pfannspitze und schließlich folgte die bereits gefürchtete Besteigung des Großen Kinigats. Soweit verlief allerdings alles problemlos, sodass die Gruppe direkt zur Filmoorhütte durchstartete. Allerdings scheint die Stimmung etwas getrübt...
Dies liegt einfach an den Schlafgelegenheiten, bzw. "-ungelegenheiten". Die Nachfrage an dieser Wanderroute ist so groß, dass die Hütten gnadenlos überbelegt sind. Lesen Sie den Kommentar...
Alles in allem war es jedoch wieder ein sehr schöner Wandertag und bis auf die Schlafprobleme geht es den Jungs auch richtig gut!!
Übrigens: Das Bild rechts ist ein Live-Bild. Es sieht also wirklich so schön aus wie in den Prospekten!

Kommentar: Arndt (SMS-Kommentar): "Hier die News: gestern Hütte völlig überbelegt, 88 statt 65 Leuten, 12er Lager. [...] Jetzt auf Filmoorhütte, winziger Schlafcontainer mit Lager und wieder überbefüllt..."


Dienstag, 05.09.2006: Filmoor - Porze
Gehzeit 3. Etappe ca 3 Stunden, Länge ca. 8 km

Die Nacht wurde nicht besser als die vorherige - 15 statt 8 Gäste, Arndt hat auf dem Boden geschlafen, der Rest hat eben Gruppenkuscheln auf nem Matratzenlager gemacht. Allerdings war das gar nicht so schlimm, denn davon hat nach der anscheinend ziemlich zünftigen Party niemand mehr wirklich etwas mitbekommen! Am nächsten Morgen sind jedenfalls alle mit einem soliden Kater aufgewacht.
Nach einer Katzenwäsche gings von der Filmoor-Hütte zunächst über den normalen Steig los. Wenig gefordert kamen die 4 drei Stunden später auf der Porze-Hütte (links) an. Eigentlich wäre hier die Etappe für diesen Tag zu Ende gewesen. Doch der Wirt war wohl nicht der freundlichste und außerdem wäre auch diese Hütte wieder überbelegt gewesen, sodass niemand bleiben wollte. An dieser Stelle teilte sich die Gruppe. Andi und Manni sind ins nahe gelegene Obertilliach abgestiegen, während Arndt und Markus noch ein Stück von der nächsten Route gingen. Irgendwann haben sich die zwei Einzelkämpfer dann entschieden, auch abzusteigen und da fings an: Der Weg runter ins Tal muss richtig mörderisch gewesen sein. Arndt konnte selbst am späten Abend kaum darüber sprechen - er hat wohl ein Trauma erlitten. Und eine Blasenplage.
Im Tal angekommen sind unsere zwei Ironmen direkt in ein Wirtshaus durchgestartet, um sich ein wenig zu erfrischen. Dort haben sie dann eine Wirtin kennengelernt, die sie später mit dem Auto zu den anderen beiden fuhr. Sehr nett!
Insgesamt waren Arndt und Markus gute 8 1/2 Stunden unterwegs - bei über 30°C, wärmer als bei uns hier in Frankfurt! Jetzt wissen wir auch, wo der Sommer geblieben ist.

Kommentar: Arndt: "Wir waren ja auf einen vorzeitigen Abstieg gar nicht vorbereitet! Deshalb haben wir auch nur Wanderschuhe und ein paar Latschen für auf der Hütte dabei. Die Wanderschuhe musste ich nach dem Abstieg ausziehen - was blieb mir da anderes übrig, als mit Badelatschen durch Obertillitach zu laufen?"


Mittwoch, 06.09.2006: Relax!!!
Gehzeit 4. Etappe: nicht eine Sekunde, Länge: mal sehn

Für Mittwoch war - auch im Hinblick auf kaputte Knie und Übermüdung - ein Relax-Tag angesetzt. Solch einen Tag beginnt man am besten mit Ausschlafen - so geschehen. Danach gings dann ganz ruhig weiter mit einem ausführlichen Frühstück. Anschlie0end ist Andi wegen seinen Knieschmerzen zum Arzt gegangen, der Rest hat bis mittag gefaulenzt.
Nach dem Mittagessen sind Andi und Arndt nach Silliach gefahren, um das Auto zu holen. Somit waren die 4 wieder mobil, nutzten das am Nachmitag direkt aus und fuhren zum See - hinlegen, sonnen, herrlich! Das Wetter war traumhaft und so wurde es ein richtig schöner Tag. Am Abend ließen sie es dann mit Pizza und Fußball (Deutschland - San Marino 13:0) ausklingen. Morgen geht das "normale Programm" weiter.


Donnerstag, 07.09.2006: Plöckenpass - Wolayersee
Gehzeit 5. Etappe ca 6 Stunden, Länge ca. 15 km

Nachdem zumindest 3 Wanderer wieder fit waren (Andi kurierte sich aus und blieb im Ort) ging die Tour weiter. Andi spielte Taxi und setzte sie am Plöckenpass ab. Über den Cellonstollen gings aufwärts.
Der Cellonstollen ist eine Anlage, die noch aus den ersten Weltkrieg übrig geblieben ist. Es ist ein 183m langer Tunnel, der wohl etwas spärlich belichtet war, jedenfalls mussten unsere Kameraden ihre Augen ziemlich anstrengen, um etwas zu sehen. Mit dem Seil gesichert ging es durch den Stollen, bis am Ende des Tunnels wieder die Sonne wartete...
Auf dem Berg ging es über schroffe Felsen und weiterhin oft mit dem Seil gesichert recht abenteuerlich weiter. Insgesamt eine ziemlich spannende Route!
Halbzeit war bei Fugio Marinelli. Nein, das ist nicht der Italiener von nebenan, sondern eine kleine Hütte in den Karnischen Alpen!
Leider fing es nun etwas an zu regnen, was die Jungs aber nicht davon abhielt, ihren Weg fortzusetzen und schließlich fertig aber glücklich auf der Wolayerseehütte anzukommen. Dort haben sie dann übernachtet. Man glaubt es kaum - in richtigen Zimmern!


Freitag, 08.09.2006: Wolayersee - Kötschach-Mauthen
Gehzeit 6. Etappe ca 3 Stunden, Länge ca. 7,5 km

Der letzte Wandertag brach an, etwas wehmütig marschierten Arndt, Manni und Markus los. Für heute stand nur noch der Abstieg auf dem Programm. Über die Valentinalm ging es bergab. Doch dabei hatten sie nochmal richtig Spaß: Es war teilweise wieder so heftig, dass sie sich mit dem Seil sichern mussten. Also genau das Richtige!
Unten in Kötschach-Mauthen wartete Andi mit dem Auto. Es ging zurück nach Obertilliach, wo sie der Kommandant der städtischen Feuerwehr empfing. Der Tag endete bei richtig gutem Essen.

Kommentar: Arndt: "Wir alle sind traurig, dass es jetzt wieder zurück nach Frankfurt geht!"

Manni: "Ich bin froh, wenn ich die Jungs nicht mehr sehen muss." - Es war nicht ernst gemeint........









Wenn Sie sich nun selbst für die Tour interessieren - Infos gibts hier:
http://www.karnische-alpen.com/index.html

Andreas Gombert

 
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