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13.08.20 
 
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Vielleicht reizt es jetzt den Einen oder Anderen, nachdem er unsere Berichte gelesen hat, den Wanderstock selbst in die Hand zu nehmen und eine kleine Wanderung vorzunehmen. Allerdings ist das ganze nicht so einfach, wie es sich lesen lässt. Hier ein paar wichtige Tipps:

Beginnen sollte man mit leichten längeren Touren von 5 - 7 Stunden, z.B. Taunus oder Odenwald (viel hoch und runter). Hierbei kann man seine Kondition testen und auch prüfen, ob das Wandern einem liegt. Nicht zu vergessen ist dabei ein kleiner Rucksack mit Getränken, Proviant und Regenschutz. Auch kann man schon die Touren zum Testen verschiedener Schuhe nutzen.

Stellt man nun fest, dass man Freude am Wandern hat gilt es folgendes zu beachten:

Alles, was man mitnimmt, muss man auch selber schleppen! Hüttentouren erstrecken sich meist über mehrere Tage und Probleme mit der Ausrüstung zeigen sich erst nach dem ersten oder zweiten Tag.

Rucksack: Führt man immer nur Tagestouren von einer festen Pension aus, so langt in der Regel ein Daypack in dem Tagesproviant und Regenschutz untergebracht werden.
Für Bergtouren über mehrere Tage genügt ein klettersteiggeignetter Rücksack mit 40 Liter (max. 45 Liter) Volumen. Oft muss man in höheren Lagen engere Stellen passieren und da ist dieser schmale Rucksack sehr gut geeignet. Außerdem nimmt man weniger mit und man kommt auf knapp 10 kg auf dem Buckel.
Für "bus and rail" kann man ruhig einen großen Tramperrucksack nehmen (>50 Liter). Hier ist die Tragezeit nur kurz und der Rest der Zeit lässt man ihn ja tragen.

Schuhe: Sind das A und O! Für kleine Wanderungen in leichtem Gelände bis ca. 2.000 Meter wird wahrscheinlich ein Trekking-Schuh mit Knöchelschutz ausreichend sein. Für längere Touren, und Touren über 2.000 Meter sind feste Bergschuhe dringend notwendig! Steigeisenfest ist ratsam. Wir selbst haben gute Erfahrungen mit Meindl, Hanwag und Sportiva gemacht. Grundsätzlich gilt aber: nicht auf den Preis und die Marke achten, er soll stabil sein und vor allem dem individuellen Fuß passen. Nichts ist schlimmer als ein Schuh, der drückt.

Sonstiges: Steigeisen und Klettersteigset sind je nach Tour zu empfehlen. Bisher haben wir die Erfahrung gemacht, dass wir bisher eher auf den Klettersteigset als auf die Steigeisen verzichten konnten. Bei den Steigeisen sollte man lieber die schwerere Variante aus Eisen als aus Aluminium vorziehen, da Steighilfen aus Aluminium sich auf Stein und Geröll schneller abnutzen.
Höhenmesser, Kompass und GPS sind zwar nette Spielzeuge, aber mit einer guten Karte und bei gutem Wetter kann man leicht darauf verzichten. Zwar haben wir solche Dinge für den Notfall dabei, aber bisher nie wirklich gebraucht.
Eine gute Karte ist lebensnotwendig. Nichts ist schlimmer, als wenn man sich verlaufen hat und gar nicht mehr weiß, wo man ist und im Notfall noch nicht mal die Bergrettung leiten kann.

Steigeisen Klettersteigset Kompass

Umweltschutz: Immer wieder erleben wir es, dass Müll am Wegesrand liegt. Muss das sein? Haben dem Wanderer die Kräfte verlassen, so dass er die 2-3 Gramm Müll auf seinem Weg verteilen muss? Wer so schwach ist, der hat auf eine Wanderung nichts zu suchen. Vielleicht sollte er sich mal überlegen, ob er nicht eine Wanderung durch die örtliche Mülldeponie machen sollte.
Genauso sieht man noch oft, dass viele Wege abkürzen. Damit muss man leben, wenn der Weg einem zu lang ist, dann hätte man sich besser darauf vorbereiten sollen, anstatt die schon karge Vegetation zu zerstören.

Verpflegung: Wer schwer arbeitet, der muss auch ordentlich was essen. Hier sind wir jedoch recht anspruchslos. Morgens das kleine Frühstück auf der Hütte und abends meist das Bergsteigeressen. Für unterwegs reichlich Wasser (z.B. mit Ovomaltine), Landjäger, Käse und Brot aus der Dose. Für Zwischendurch ein Müsliriegel. Auf teure isotonische Präparate kann in der Regel verzichtet werden. Zwar ist das ganze Anstrengend, aber wir betreiben hier in einer Woche kein Hochleistungssport.

Versicherung: Wir hoffen immer, dass nichts passiert, aber wenn doch, dann kann eine Bergrettung mit Hubschrauber etc. sehr schnell teuer werden. Der DAV bietet in Verbindung einer Mitgliedschaft eine Versicherung rund um den Berg (auch im Winter für den Skiurlaub) an. Egal wo Sie sich versichern: klären Sie vorher mit Ihrer Versicherung ab, was diese alles beinhaltet.

 
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