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13.08.20 
 
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Mit dem globalen Klimawandel nimmt die Bedrohung durch Wetterextreme zu. Oft müssen wir uns bei Gewittern mit Sturmböen und starken Regenfällen auf eine lange Nacht gefasst machen. Wie vielen Bürgern bekannt ist, steht die Feuerwehr rund um die Uhr zur Verfügung, auch bei vollgelaufenen Kellern und umgestürzten Bäumen. In solchen Situationen gehen jedoch mehrere hundert Einsätze innerhalb weniger Minuten in der Feuerwehrleitstelle ein und es kann leider nicht jedem gleichzeitig geholfen werden.

Werden Sie daher nicht ungeduldig, wenn die Feuerwehr nicht sofort zu Ihnen kommt!

Oft stellen wir jedoch vor Ort fest, dass ein Eingreifen der Feuerwehr nicht (mehr) nötig ist. Durch vermeidbare Einsätze sind Fahrzeuge, Geräte und Personal unnötig gebunden und die Leitstelle zusätzlich belastet. Stellen Sie sich daher die Frage, ob Sie die Feuerwehr wirklich benötigen oder das Wasser im Keller bzw. abgebrochene Äste auch selbst oder mit nachbarschaftlicher Hilfe beseitigen können. Sollten Sie in diesem Fall die Feuerwehr bereits schon gerufen haben, melden Sie sich nochmals bei der Leitstelle, damit wir unnötige Einsatzfahrten vermeiden können.

Bei vollgelaufenen Kellern macht der Einsatz der Feuerwehr erst ab einem Wasserstand von fünf Zentimetern Sinn, da unsere Tauchpumpen nicht in der Lage sind, Keller weiter auszupumpen. Prüfen Sie, ob vielleicht Abflüsse verstopft sind und das Wasser so ablaufen kann oder greifen Sie zu Eimer und Lumpen.

Wenn Sie die Feuerwehr alarmieren, ist der Schaden bereits eingetreten und kann durch unseren Einsatz nicht mehr verhindert, sondern nur noch begrenzt werden. Informieren und bereiten Sie sich daher vor!

Für Wasser im Keller kann es verschiedene Gründe geben:

  • Das Grundwasser: Es wird durch die Ritzen in Mauern und Fundament oder Kabel- und Rohrdurchbrüche gedrückt und kann feinen Sand mitführen. Grundwassereinbrüche treten bei langanhaltenden Regen sowie einem hohen Grundwasserspiegel auf.
  • Das Oberflächenwasser: Nach starken Regenfällen oder beim Übertreten von Flüssen dringt es durch Kellerfenster und Ritzen im Mauerwerk in den Keller ein und führt gegebenenfalls Sand, Erde, Blätter, Müll oder auch Ölrückstände mit.
  • Rückstau aus überlasteter Kanalisation: Hierbei werden Schmutzwasser und andere Stoffe durch das Abwasserrohrleitungsnetz in ihr Haus gedrückt.
  • Wasser aus gebrochenen Rohrleitungen.

Sie können jedoch einige Maßnahmen im Voraus treffen und somit den möglichen Schaden begrenzen:

  • Räumen Sie Ihre Keller und eventuell das Erdgeschoss rechtzeitig. Gasflaschen und andere gefährliche Stoffe gehören auf keinen Fall in den Keller! Für gefährdete Kellerfenster können Sie sich eine ausreichende Anzahl von Sandsäcken und Dichtmaterial in der Garage bereitlegen.
  • Reinigen Sie Ihre Dachrinnen und Drainagesysteme. Diese werden durch Laub immer wieder verstopft. Ein Abfließen des Wassers wird durch die regelmäßige Reinigung erleichtert. Halten Sie Kanaleinläufe auf der Straße und auf dem Grundstück sauber.
  • Zur Schadensbegrenzung setzen Sie auch ruhig Ihre kleine Haus- und Gartenpumpe ein. Wenn Sie in einem gefährdeten Bereich wohnen, könnte sich die Investition in eine Tauchpumpe lohnen. Setzen Sie die Pumpe immer am tiefsten Punkt Ihres Kellers ein.
  • Sobald Wasser in Ihrem Keller eingedrungen ist, seien Sie vorsichtig mit den elektrischen Leitungen. Zwar sollte, sobald die erste Steckdose im Keller überflutet wurde die Sicherung rausspringen, doch es gab schon Fälle, in denen es nicht passierte und der Keller samt Wasser unter Strom stand. Heizung, Waschmaschinen und andere Großverbraucher sind in der Regel über eigene Stromkreise abgesichert.

 
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